11. Kongress neueVerwaltung erfolgreich beendet
Mit einem Besucherrekord ging am 19. Mai 2010 der 11. eGovernment-Kongress neueVerwaltung zu Ende. 1109 Teilnehmer hatten sich angemeldet.
Als Anregung für die Vorträge und Diskussionen diente das zentrale Motto
„Verwaltung ist Wissen“ , dem die Eröffnungsveranstaltung und ein besonderer Forenstrang gewidmet war. Auch die
Podiumsdiskussion am 1. Tag stand unter diesem Motto, wobei vor allem Personal, Netzwerke und Hierarchien näher beleuchtet wurden.
Zur Eröffnung des Kongresses verwies
Willi Russ , Vorsitzender der dbb akademie, auf den Zusammenhang von Wissenserwerb und Fortbildung: „Die öffentliche Verwaltung verfügt über Unmengen von Informationen. Diese zielgerichtet und mit Unterstützung modernster Technik nutzbar zu machen und Wissen daraus zu generieren, stellt eine große Herausforderung dar.“ Darüber hinaus werde die Informationstechnik die Anforderungen an das Personal weiter verändern. „Persönliche Qualifikationen wie Team-Geist, Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und ein hohes Maß an Eigenverantwortung sind in modernen Arbeitswelten mehr denn je gefragt“, erklärte Russ und appellierte an die besondere Verantwortung der Führungskräfte für die Entwicklung und Fortbildung des Personals.

Dr. Christoph Lahmann , IT-Beauftragter des Landes Niedersachsen, betonte in seinem Eingangsvortrag "eGovernment und Web 2.0" die Notwendigkeit, eine geänderte Verwaltungskultur zu schaffen, um das vorhandene Wissenspotential effizient zu nutzen. Nach seiner Einschätzung ist Web 2.0 noch nicht sehr weit vorgedrungen. Bei den drei entscheidenden fachlichen Schwerpunkten - der technischen Dimension, "social media" und den Geschäftsmodellen - müsse in unterschiedlicher Weise noch nachgearbeitet werden.

Professor Dr. Helmut Krcmar von der Technischen Universität München rief in seinem Vortrag " Das Wissen der Verwaltung - Neue Wege des Wissensmanagements" zu einer Wissensmobilisierung auf. Es komme darauf an, Wissensmanagement in Zeiten von Web 2.0 als Instrument des Wandels zu begreifen. Ziel könne es nicht sein, immer mehr Wissen anzuhäufen, sondern vielmehr müsse ein der jeweiligen Situation angemessenes Wissen zur rechten Zeit zur Verfügung stehen. Wissen zu teilen – das sei in Zeiten von Web 2.0 der Trend der Zukunft.
Etwa 180 Referentinnen und Referenten hatten 45 Fachforen, fünf Diskussionsrunden, sieben Tutorials und 6 verschiedene Workshops gestaltet. Ca.
50 Partner und Aussteller der öffentlichen Verwaltung, der Wissenschaft und der Industrie haben den Kongress und seine Fachmesse unterstützt.